Hilfe, der Welthandel schrumpft

Der Welthandel ist aktuell unter Druck. „Under Pressure“ singt David Bowie zusammen mit Queen. Es geht sofort ins Ohr – und fasst die Entwicklungen in der Weltwirtschaft perfekt zusammen. Die niedrigen Preise drücken auf das nominale Wachstum, auf Unternehmensumsätze und den Handel – im In- und Ausland.

Aber es steckt noch mehr Musik drin. Auf der Playlist mit den passenden Songs des wirtschaftlichen „Indian Summer“ findet sich auch noch „Money for nothing“ oder „Knocking on heaven’s door“.

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Fakt ist: Der Wert der weltweit gehandelten Waren schrumpft. Er liegt dieses Jahr voraussichtlich rund 3% unter dem Vorjahreswert.

Volumen wächst, Wert schrumpft

Das Volumen des Welthandels wächst zwar wahrscheinlich leicht, aber insgesamt verlangsamt sich das Wachstum der Weltwirtschaft. Sie wächst demnach so langsam wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr. „Under pressure“ eben…

„Ride like a meteorite“ könnte in der Top 10 angesichts der derzeitigen Verschuldungssituation von Unternehmen – unter anderem in China – ebenfalls kaum aktueller sein.

Don’t let the sun go down on me…

Das lässt die Risiken für deutsche Exporteure nicht gerade sinken. Wir erwarten 2016 einen Zuwachs bei den Insolvenzen in China um 20%. Vielleicht sollte ich noch schnell „Don’t let the sun go down on me“ auf der Playlist ergänzen? Gilt garantiert auch über den „Indian Summer“ hinaus.