Geopolitische Risiken auf dem Vormarsch

2016 ist ein weiteres Jahr, das von vielen Erdbeben geschüttelt wurde. Auch im übertragenen Sinne: in Form von wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken. Das Jahr startete mit dem Crash der chinesischen Börse, gefolgt vom Absturz der Ölpreise. Das Amtsenthebungsverfahren in Brasilien, das Brexit-Referendum und der gescheiterte Militärputsch in der Türkei hielt die (Wirtschafts-)Welt in Atem. Eine Verschnaufpause ist nicht in Sicht. Mit der US-Wahl kommen viele neue Unsicherheiten hinzu.

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Wirtschaft und Unternehmen sind teilweise regelrecht gelähmt: Abwarten und Tee trinken, ist die Devise. Erst wenn Sicherheit da ist, wollen sie investieren und weiter planen. Doch gibt es diese Sicherheit überhaupt? Geopolitische Risiken sind jedenfalls keine Eintagsfliege.

Man muss gar nicht so weit gehen. Allein beim Blick auf Europa fällt auf, dass auch hier unter der Oberfläche jede Menge vulkanisches Magma pulsiert, das bei tektonischen Verschiebungen an die Oberfläche drängt.

Wahlen verändern das Gesicht vieler Länder

Neben den USA stehen auch hierzulande zahlreiche richtungsweisende Entscheidungen an. Italien entscheidet im Dezember über eine Verfassungsreform. Die italienischen Banken wackeln zudem bedenklich.

Auch in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden stehen 2017 Wahlen an. Die Brexit-Verhandlungen stehen ins Haus. Nationalistische Tendenzen in Polen und Ungarn geben ebenso zu denken wie die Flüchtlingssituation in Griechenland oder der Türkei.

Hinzu kommen Spannungen zwischen dem Westen und Russland oder der Türkei. Auch der Nahost-Konflikt ist weiterhin Dauergast auf der Risiko-Agenda.

Es sieht so aus, als würde 2017 ein weiteres turbulentes Jahr werden. Sicherlich hat es auch noch die eine oder andere zusätzliche (Negativ-)Überraschung parat. Mehr dazu finden Sie übrigens auch in unserer Studie zum Thema.