Monthly Archives: Dezember 2016

Wirtschafts-Horoskop – das bringt 2017

Astrologen bezeichnen 2017 als das Jahr der Sonne – ein Jahr, das geprägt ist von Veränderungen. Das lässt sich hervorragend auf die Wirtschaft übertragen auf ein „Wirtschafts-Horoskop“. insofern ziehe ich heute diese Parallele, um die wichtigsten Wirtschafts-Trends aufzuzeigen.

Das bringt 2017. 8 Einflüsse werden in diesem Jahr besonders dominant wirken: schwacher Welthandel, China-Krise, Insolvenz-Trendwende, geopolitische Spannungen, Brexit, Neuwahlen, Geldpolitik und Protektionismus.

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Allgemeine Sternenkonstellation: wenig Impulse

Das Sternbild des Welthandels ist derzeit teilweise im Schatten der weltweiten Nachfragekrisen, der schwachen Weltwirtschaft und Währungskriege. Hinzu kommen Störfeuer durch stark gefallene Rohstoffpreise und die größere Fokussierung auf die nationalen Geschäfte.

Die Zunahme der protektionistischen Spannungen sowie der geopolitischen Einflüsse könnten zusätzliche Konflikte mit sich bringen.

Zudem ist der Einfluss des Wachstumsstern China derzeit geschwächt. Durch diese „China-Krise“ fehlen wichtige Impulse, um Weltwirtschaft und Welthandel zurück auf eine schnellere Umlaufbahn zu bringen. Auch andere Schwellenländer kreisen häufig um ihre eigenen Probleme rund um Rezession, steigende Insolvenzen und Kreditrisiken. 

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Italiens „Nein“ zum Referendum – und was jetzt?

„The show must go on“. Dieses „Nein“ ist kein Grund zur akuten Panik. Zumindest wird es weitaus weniger starke wirtschaftliche Auswirkungen haben als das Brexit-Referendum.

Dennoch sind es keine guten Nachrichten für italienische Unternehmen oder die italienische Wirtschaft. Letztere ist neben Bankenkrise, sowieso schon durch eine seit Jahren anhaltende Wachstumsschwäche, Überschuldung, geringe Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, hohe Personalkosten und hohe Arbeitslosigkeit gebeutelt. Jetzt kommt also auch noch politische Instabilität hinzu.

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Mit gut 59% stimmten die Italiener mit „Nein“, Premierminister Matteo Renzi nahm daraufhin wie angekündigt seinen Hut. Das führt zu weiteren politischen Unsicherheiten innerhalb Europa. 2017 könnten diese eine kleine Vertrauenskrise in Italien auslösen – mit wirtschaftlichen Folgen. 

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Warum immer mehr große Unternehmen pleite gehen

Angesichts der seit Jahren rückläufigen Fallzahlen bei den Insolvenzen von Unternehmen in Deutschland wiegen sich viele Unternehmen in relativer Sicherheit. Häufig auch falscher Sicherheit, wenn man sich die Entwicklung der Schäden durch Insolvenzen zuletzt anschaut.

Fast 50% höher als im Vorjahr liegen die Schäden in den 12 Monaten bis Ende August 2016. Und das trotz erneut rückläufiger Fallzahlen. Der Grund: Es hat deutlich mehr größere Unternehmen getroffen, die 2016 in die Pleite geschlittert sind.

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Handel besonders betroffen

Der letzte bekannte Umsatz von Textileinzelhändler Steilmann lag beispielsweise bei rund 900 Millionen Euro, Sinn Leffers und Wöhrl waren mit 300 Mio. bzw. 255 Mio. Jahresumsatz ebenfalls bekannte Branchengrößen, die 2016 ins Trudeln kamen. Da ist es wenig erstaunlich, dass der Handel zu den Branchen zählt, die sich warm anziehen mussten aufgrund der überproportional gestiegenen Schäden. 

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