Monthly Archives: Januar 2017

Chinesische Zombies: Warum bei Staatsunternehmen Risiken lauern

Chinesische Staatsunternehmen bergen weltweit das höchste Risiko. Die dortigen „Zombie“-Unternehmen sind hoch verschuldet und werden teilweise fast künstlich am Leben erhalten. Ihre Schulden wachsen wesentlich schneller als Umsatz und Profitabilität.

In einigen Branchen stellen sie durch ihre hohe Bedeutung sogar ein systemisches Risiko dar, beispielsweise im Metall- oder Chemiesektor. Insolvenzgefährdet sind vor allem Staatsbetriebe in nicht-strategischen Branchen mit Überkapazitäten.

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Die Staatsunternehmen im Land des roten Drachen liegen beim Risikoprofil noch vor den brasilianischen und russischen Pendants. In den Golfstaaten ist das Risiko von staatlichen Firmen moderat, in den westlichen Nationen wie Frankreich oder Italien hingegen sogar niedrig. 

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Trump & May: Was Handelsbarrieren für Unternehmen bedeuten

Antiglobalisierungstrends sind nicht neu. Sie stehen bereits in den vergangenen Jahren relativ weit oben auf der wirtschaftlichen Agenda. Im Rampenlicht stehen sie jedoch erst seit Kurzem.

Noch vor zwölf Monaten hielten viele sowohl die Wahl Trumps als auch einen Brexit für beinahe unmöglich. Jetzt sind beide Szenarien Realität geworden und im „Protektionismus-Bingo“ wird dadurch vermutlich ein neues „Spiele-Level“ erreicht. Es ist jedoch ein Spiel ohne wirkliche Gewinner.

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Zwar werden in einigen Regionen national agierende Unternehmen von den Maßnahmen profitieren, die internationalen Firmen und Konzerne zählen jedoch zu den Verlierern – und für die Weltwirtschaft ist es keine gute Nachricht. 

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Cybercrime: Hacker nehmen Mittelstand ins Visier

Es vergeht heute praktisch keine Woche, manchmal kein Tag ohne neue Nachrichten zu Hackerangriffen, Datendiebstahl oder sonstigen Cybercrime-Schäden. Thyssenkrupp, die Deutsche Telekom und Yahoo füllten in den letzten Wochen diesbezüglich die Schlagzeilen. Auch der „Fake President“ Betrug, der Automobilzulieferer Leoni um 40 Millionen Euro brachte, dürfte den meisten gut in Erinnerung geblieben sein.

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Wer allerdings glaubt, dass nur Großkonzerne Opfer solcher Betrugsszenarien mit Millionenschäden werden, irrt gewaltig. Das sind nur die Fälle, die häufiger an die Öffentlichkeit gelangen. Börsennotierte Unternehmen sind beispielsweise verpflichtet, dem Kapitalmarkt solche Schäden, die ihr Ergebnis beeinflussen könnten, offen zu legen. Das ist bei Mittelständlern anders. Dort ist die Dunkelziffer entsprechend höher – die Angriffe aber nicht seltener. 

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Trendwende: Weltweite Insolvenzen steigen 2017 an

Es zeichnet sich eine Trendwende bei den weltweiten Insolvenzen ab. Die letzten 7 Jahre waren die globalen Pleiten rückläufig. 2017 rechnen wir jedoch erstmals wieder einen Anstieg der Fallzahlen um +1%.

Der einfache Grund: Die Weltwirtschaft wächst zwar, aber das Wachstum ist zu gering, um steigende weltweite Insolvenzen zu verhindern. Der Anstieg der Pleiten in 2017 ist mit einem Plus von 1% zwar moderat bei den Fallzahlen. Aber: Es geraten zunehmend größere Unternehmen in Schwierigkeiten. Die Schäden aus Insolvenzen steigen dadurch erheblich an.

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Diesen Trend beobachten wir bereits im laufenden Jahr. Das gilt sowohl für Deutschland als auch weltweit. Der daraus entstehende Dominoeffekt ist nicht zu unterschätzen: Je größer die Insolvenz, desto größer der Kreis an Unternehmen, die eventuell mit in den Abwärtsstrudel geraten könnten. 

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