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It’s the final (Brexit) countdown

OK, ob es wirklich der finale Brexit-Countdown ist, wage ich langsam zu bezweifeln. Aber es geht – mal wieder – ums Ganze. Same procedure as every week. Wenn’s hart auf hart kommt, dann ist bald Schluss mit der Europäischen Union (EU) auf der britischen Insel – und das, obwohl das britische Unterhaus letzte Woche sogar ein Gesetz verabschiedet hat, dass einen „No Deal“ verbietet. Nur gehören ja immer zwei Seiten dazu.

Jetzt ist erst einmal die EU am Zug: Auf dem 13. Brexit-Sondergipfel stimmen die EU-Staaten heute über eine weitere Verlängerung der Frist für den Austritt Großbritanniens ab. Diese haben zwar weitestgehend ihre Zustimmung signalisiert, aber „amused“ ist keiner über den Chaos-Zustand im britischen Parlament. Wie die Verlängerung am Ende sein wird, ist aktuell noch unklar. Theresa May würde gerne nur bis zum 30. Juni verlängern, einige EU-Staaten wohl eher für ein ganzes Jahr, Frankreich ist dies wiederum zu lang. Kommt es zu keiner Einigung, treten die Briten ohne Handelsabkommen aus. Die Chancen liegen nach Euler Hermes Prognosen seit geraumer Zeit bei rund 25% – bei den Buchmachern inzwischen übrigens auch.

Was wäre wenn? Der Worst Case

Und dann? Wer sind die Leidtragenden? Zu allererst die Briten selbst. Exporte in Höhe von rund 30 Milliarden (Mrd.) Britischen Pfund (GBP) wären für sie in Gefahr bei einem ungeordneten Austritt. Das entspricht 8% aller britischen Warenausfuhren. Dies hätte direkten Einfluss auf die Umsätze der Unternehmen im Vereinigten Königreich, würde eine weitere erhebliche Kapitalflucht nach sich ziehen und die Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Schon durch die anhaltende große Unsicherheit über den Ausgang hat die Wirtschaft sehr deutlich eingebüßt. Die Folgen wären bei einem ungeordneten Ausstieg jedoch langfristig. 

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