Monthly Archives: Mai 2019

Europawahl: Ich gehe wählen – für Europa #yesivote

Am Sonntag ist Europawahl in Deutschland. Dann zählt es. Jede einzelne Stimme. Ich habe als Niederländer gestern schon gewählt – und zwar nicht wahllos, sondern für Europa.

Gründe gibt es dafür viele. Ein paar seht ihr hier in meinem Video #yesivote. Europa ist ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Ich bin ein echter Europäer und sehr stolz darauf. Ich bin Holländer, habe in den Niederlanden und in Frankreich gearbeitet, bin jetzt wieder Deutschland und arbeite global mit Menschen aus vielen Nationen zusammen.

Wir alle sind multinational und mobil, ohne Grenzen. Genau wie Unternehmen. Unternehmen haben keinen Reisepass. Sie sind international und dort zu Hause, wo sie Geschäfte machen. Europa hat so viel zu bieten, für Unternehmen, für Menschen, für mich persönlich.

Als Deutschland-Chef des größten Kreditversicherers denke ich dabei zuerst an die Wirtschaft und die Unternehmen.

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Handelskonflikt: Das Gift der Unsicherheit

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schwelt weiter und eine Einigung ist weiterhin alles andere als ein Selbstläufer. Aktuell mehr denn je. Denn US-Präsident Trump droht (mal wieder) mit Strafzöllen. Die Verhandlungen gehen dem Präsidenten offenbar nicht schnell genug voran – oder die Zugeständnisse reichen ihm nicht aus. Ob sich die Chinesen von den Trump’schen Drohungen allerdings beeindrucken lassen werden, ist unklar.

Klar ist aber, dass jeder weitere Monat die Wirtschaft Geld und Wachstum kostet. Dabei sind die Strafzölle nicht einmal das größte Problem. 2018 haben die bereits eingeführten Zölle den Welthandel rund 0,3 Prozentpunkte (pp) an Wachstum gekostet haben – die Unsicherheit jedoch mit 0,5pp wesentlich mehr. Insgesamt ist das Wachstum des Welthandels im vergangenen Jahr auf 3,8% deutlich geschrumpft (von 5,2% im Vorjahr).

Countdown: Alle 2 Monate verliert der Welthandel an Fahrt

Ein Ende ist auch 2019 nicht abzusehen. Es ist wie eine Art Countdown: Die Uhr zählt allerdings nicht die Zeit herunter bis zu einem großen Event, sondern das Wachstum bei Welthandel und Weltwirtschaft. Man kann es auch 2019 regelrecht schwinden sehen: Jede weiteren zwei Monate der Unsicherheit im Handelskonflikt zwischen den USA und China kosten den Welthandel etwa 0,1pp an Wachstum. Bei der Weltwirtschaft sind es etwa 0,1pp alle vier Monate.

Exportnationen wie Deutschland sind von dieser Entwicklung besonders stark betroffen, denn ihre Exportrisiken steigen erheblich: Weniger Wachstum bei gleichzeitig steigenden Kreditrisiken und Insolvenzen sind ein ungünstiger Risiko-Cocktail.

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